VON JÜTERBOG NACH POTSDAM INS RUSSISCHE KGB STÄDTCHEN NR.7
ebook

VON JÜTERBOG NACH POTSDAM INS RUSSISCHE KGB STÄDTCHEN NR.7

Editorial:
AMEISE
Materia
Literatura
ISBN:
9781446605769
Formato:
Epublication content package
DRM
Si
$223.00 MXN
IVA incluido
Comprar

Wer das Leid und den großen Kummer dieser Generation erleben musste, der wird heute nach den vielen Jahren, die Liebe ganz anders aufnehmen, geben und empfinden. Einmal im Jahr trifft sich die ganze Familie in Potsdam zum Familientag.

Unsere Gäste staunen jedes Mal, wie Potsdam nach der Wende wieder aufgestanden ist. Das hässliche Grau ist von den Häusern verschwunden, zarte Farben haben die alten Fassaden wie verwandelt.
Doch nun entsteht um den Pfingstberg herum ein etwas merkwürdiger Zaun. An vielen Zetteln die am Maschendraht angebracht sind, sieht man, dass er ein umstrittenes Bauwerk ist.

Anschließend machen wir wie in jedem Jahr, den gleichen Spaziergang. Vom Nauener Tor laufen wir hoch zum Belvedere, bewundern die schönen alten, wieder erstandenen Villen, und erfreuen uns den Künsten der Handwerker und Baumeister vieler Epochen. Vor über 25 Jahren haben wir noch davon geträumt, irgendwann einmal durch das russische Städtchen zu wandern, dort herrschte zu dieser Zeit immer noch Gewalt.
Auf dem Rückweg machen wir gerne eine Pause. Wir bleiben vor der Villa in der Leistikowstraße 1 stehen, dort lassen wir unsere Gedanken noch einmal durch die Vergangenheit ziehen. Von hier aus nahm für Gerda und für viele Tausende Menschen das Elend seinen Lauf.
Gerda wurde in Jüterbog von den Russen in diese berüchtigte Villa verschleppt, gefoltert und geschlagen, so dass sie hier ihr Kind verlor. Vor dem Haus stehen ganz alte Linden, dort sollte sie, wie viele Häftlinge aus der Villa, aufgehangen werden.
Schreckliche Gedanken werden wieder wach. In diesem Haus hatte die Smersch, die berüchtigte stalinistische Terrorgruppe ihr Unwesen getrieben. Das sind schreckliche Erinnerungen die aber nur mit der Begegnung wieder heilen können. Von hier aus wurde sie dann nach Moskau geschickt, angeblich wegen Spionage. In den endlosen Verhören hatte man sie klein gemacht. Die Gerda konnte das alles nicht mehr hören, weil man sie immer wieder gefoltert und

Otros libros del autor